Wie beurteilen wir die Dinge?

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Wie beurteilen wir die Dinge?

Oft sind mir Menschen begegnet, die schnell ein Urteil fällen.

Egal ob es Krankheit, oder andere Dinge betrifft.

Oft werden schwere Lebensumstände als Mangel des Glaubens oder Beziehung zu Gott bewertet.

Und es gibt natürlich passende Bibelstellen, die sie dir freundlich nennen.

Es mag sicher auf den einen oder anderen zutreffend sein.

Dennoch denke ich, sollte sich keiner irgendein Urteil anmaßen.

Schauen wir uns doch einmal biblische Beispiele an und denken mal darüber nach, wie man die Sache hätte betrachten können.

Abraham war 75 Jahre alt und Kinderlos. Gott versprach ihm eine große Nachkommenschaft.

Wie hätten wir reagiert wenn uns ein 75 Jahre alter Mann, so was erzählen würde. Vor allem, wenn seine Frau auch schon in dem Alter ist indem es biologisch gesehen nicht mehr möglich ist schwanger zu werden.
Im besten Fall hätten wir gelächelt.

Es dauerte noch über 25 Jahre bis sich Gottes Versprechen erfüllte.
Hätten wir die Geduld gehabt mit Abraham auf diese Prophetie zu warten?
Hätten wir fest daran gehalten?
Oder hätten wir Abraham als alten, evtl. senilen, Spinner abgetan?

Ein Einzelfall?

Nein!

Schauen wir uns Josef an.

Da ist er der Lieblingssohn Jakobs.

Ein Träumer mit großen Visionen.

Der unvorsichtigerweise, diese Träume seiner Familie erzählt.

Was passiert nun, aus Neid und sicher auch Unwillen werfen ihn die Brüder in einen Wasserlosen Brunnen.

Dann verkaufen sie Josef als Sklaven nach Ägypten.

Nun einige hätten, da schon gesagt. Hochmut kommt vor dem Fall.
Und evtl., das Gott Josef bestraft hat.
Mag sein, ich nenne es Charakterschulung.
Aber schauen wir mal weiter.

Da ist nun jung Josef und arbeitet als Sklave. Alles was er anfasst, gelingt wohl. Das fiel sogar dem Besitzer auf. Er setzte Josef also als Verwalter seines Besitzes ein. Doch was geschieht nun?
Die Frau Potiphas verliebt sich in Josef und will ihn verführen.
Josef bleibt standhaft, die Frau belügt ihren Mann. Josef landet im Knast.

Nun wir kennen die Geschichte, aber stellen wir uns doch einmal vor wir würden sie nicht kennen.
Gibt es so was unschuldig im Gefängnis?
Viele die ich kenne (und ich nehme mich da gar nicht aus) hätten Zweifel.
Viele Jahre war Josef im Gefängnis.
Dann hatten zwei der Gefangenen Träume. Josef konnte mit Gottes Hilfe die Bedeutung der Träume deuten.
Der Bäcker wurde hingerichtet und der Mundschenk kam frei.
Zwei weitere Jahre blieb Josef im Knast.

Erst dann wurde er zum Pharao gerufen, um dessen Träume zu deuten.
Wir wissen, das der Pharao Josef dann als Kanzler eingesetzt hat.
Wir wissen heute wie sehr Gott an Josefs Charakter gearbeitet hat.
Denn er war ein sehr demütiger Mann am Ende.

Hätten wir dies erkannt, während der Leidenszeit?

Hiob war ein Mann Gottes von dem es heißt er hatte Gunst in Gottes Augen. Vergleichbar mit Noah der auch Gunst vor Gottes Augen hatte. Nun wir kennen die Geschichte. Hiob wurde alles genommen, Besitz, Kinder und Gesundheit.
Seine Freunde kamen, sie kamen nicht um ihn zu trösten.
Sie beschuldigten ihn der Sünde.
Am Ende musste Hiob für sie beten, damit Gott sie nicht mit dem Tode straft.

Ganz egal, welchen Mann Gottes ich mir in der Bibel anschaue, Moses wurde vom Prinzen zum Schafhirten degradiert und erst nach 40 Jahren für seinen Dienst gerufen.
David war viele Jahre auf der Flucht.
Den Propheten ging es fast ausschließlich schlecht, während sie prophezeiten.
Sie wurden geschlagen, ausgegrenzt und vieles mehr.

Wie also beurteilen wir die Dinge?

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