Moral, oder wer hats erfunden?

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Moral, oder wer hats erfunden?

Beim Bibel lesen heute, wurde mir einmal mehr bewusst, dass die Auserwählten Gottes, nicht meinen Moralvorstellungen entsprechen würden.

Abraham wird auch bei uns Christen, als Vater des Glaubens genannt.
Römer 4, 16
Darum ist es aus Glauben, dass es nach Gnade gehe, damit die Verheißung der ganzen Nachkommenschaft5 sicher sei, nicht allein der vom Gesetz, sondern auch der vom Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist

Bei genauerem hinsehen, war auch Abraham ein Lügner.
Zweimal belog er die Menschen, und gab seine Frau Sara als seine Schwester aus.
1. Mose 12, 11- 13
Und es geschah, als er nahe daran war, nach Ägypten hineinzukommen, sagte er zu seiner Frau Sarai: Siehe doch, ich weiß5, dass du eine Frau von schönem Aussehen bist; 12 und es wird geschehen, wenn die Ägypter dich sehen, werden sie sagen: Sie ist seine Frau. Dann werden sie mich erschlagen und dich leben lassen. 13 Sage doch, du seist meine Schwester, damit es mir gut geht um deinetwillen und meine Seele deinetwegen am Leben bleibt!

Dann jagt dieser Abraham seinen Sohn Ismael davon, auf Wunsch von Sara unter der Zustimmung Gottes.
1. Mose 21, 14
Und Abraham machte sich früh am Morgen auf, und er nahm Brot und einen Schlauch Wasser und gab es der Hagar, legte es auf ihre Schulter und gab ihr das Kind6 und schickte sie fort.

Jakob, der seinen Bruder übervorteilt. Auch wenn Esau achtlos mit seinem Erstgeburtsrecht umging, ist es moralisch vertretbar, meinem hungernden Bruder einen solchen Handel anzubieten?
1. Mose 25, 29- 34
29 Einst kochte Jakob ein Gericht. Da kam Esau vom Feld, und er war erschöpft. 30 Und Esau sagte zu Jakob: Lass mich doch schnell essen von dem Roten, dem Roten da, denn ich bin erschöpft! Darum gab man ihm den Namen Edom. 31 Da sagte Jakob: Verkaufe mir heute1dein Erstgeburtsrecht! 32 Esau sagte: Siehe, ich gehe ja doch dem Sterben entgegen. Was soll mir da das Erstgeburtsrecht? 33 Jakob aber sagte: Schwöre mir heute18! Da schwor er ihm und verkaufte sein Erstgeburtsrecht an Jakob. 34 Und Jakob gab Esau Brot und ein Gericht Linsen; und er aß und trank und stand auf und ging davon. So verachtete Esau das Erstgeburtsrecht.

Jakob, der seinen Vater und Bruder betrügt.
1. Mose 27, 19- 24
Da sagte Jakob zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein Erstgeborener; ich habe getan, wie du zu mir geredet hast. Richte dich doch auf, setze dich, und iss von meinem Wildbret, damit deine Seele mich segnet! 20 Isaak aber sagte zu seinem Sohn: Wie hast du es denn so schnell gefunden, mein Sohn? Er sagte: Weil der HERR, dein Gott, es mir begegnen ließ. 21 Da sagte Isaak zu Jakob: Tritt doch heran, dass ich dich betaste, mein Sohn, ob du wirklich mein Sohn Esau bist oder nicht! 22 Und Jakob trat zu seinem Vater Isaak heran; und er betastete ihn und sagte: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Hände sind Esaus Hände. 23 Und er erkannte ihn nicht, weil seine Hände behaart waren wie die Hände seines Bruders Esau. Da segnete er ihn. 24 Und er sagte: Bist du wirklich mein Sohn Esau? Er aber sagte: Ich bin’s.

Josef, der zuerst schon sehr arrogant und überheblich wirkt.
1. Mose 37, 2
2 Dies ist die Geschichte1 Jakobs: Josef, siebzehn Jahre alt, war als Hirte mit seinen Brüdern bei den Schafen – als er noch ein Junge war -, mit den Söhnen Bilhas und mit den Söhnen Silpas, der Frauen seines Vaters. Und Josef hinterbrachte ihrem Vater die üble Nachrede über sie.

1. Mose 37, 5- 8

5 Und Josef hatte einen Traum, den erzählte er seinen Brüdern; da hassten sie ihn noch mehr. 6 Und er sagte zu ihnen: Hört doch diesen Traum, den ich gehabt habe: 7 Siehe, wir banden Garben mitten auf dem Feld, und siehe, meine Garbe richtete sich auf und blieb auch aufrecht stehen; und siehe, eure Garben stellten sich ringsum auf und verneigten sich vor meiner Garbe. 8 Da sagten seine Brüder zu ihm: Willst du etwa König über uns werden, willst du gar über uns herrschen? Und sie hassten ihn noch mehr wegen seiner Träume und wegen seiner Reden.

Moses der einen Ägypter erschlägt.
2. Mose 2, 12
12 Und er wandte sich hierhin und dorthin, und als er sah, dass niemand in der Nähe war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand.

Tamar, die sich als Hure verkleidet um schwanger zu werden von ihrem Schwiegervater.
1. Mose 38, 14- 19
Da legte sie die Kleider ihrer Witwenschaft von sich ab, bedeckte sich mit einem Schleier und verhüllte sich. Dann setzte sie sich an den Eingang von Enajim, das am Weg nach Timna liegt; denn sie hatte gesehen, dass Schela groß geworden war und sie ihm doch nicht zur Frau gegeben wurde. 15 Und Juda sah sie und hielt sie für eine Hure, denn sie hatte ihr Gesicht bedeckt. 16 Und er bog zu ihr ab an den Weg und sagte: Auf, lass mich zu dir eingehen! Denn er erkannte nicht, dass sie seine Schwiegertochter war. Sie aber sagte: Was gibst du mir, wenn du zu mir eingehst? 17 Da sagte er: Ich will dir ein Ziegenböckchen von der Herde senden. Sie sagte: Wenn du ein Pfand gibst, bis du es sendest! 18 Da sagte er: Was für ein Pfand soll ich dir geben? Sie sagte: Deinen Siegelring und deine Schnur und deinen Stab, der in deiner Hand ist. Da gab er es ihr und ging zu ihr ein, und sie wurde schwanger von ihm. 19 Dann stand sie auf und ging hin, sie legte ihren Schleier von sich ab und zog die Kleider ihrer Witwenschaft wieder an.

Rahab eine Hure.
Josua 2, 1
Und Josua, der Sohn des Nun, sandte von Schittim heimlich zwei Männer als Kundschafter aus und sagte: Geht, seht euch das Land an und Jericho! Da gingen sie hin und kamen in das Haus einer Hure; ihr Name war Rahab. Und sie legten sich dort schlafen.

Rut die sich zu Füßen eines Mannes legt um von ihm geheiratet zu werden.
Rut 3. 7
Als Boas nun gegessen und getrunken hatte und sein Herz fröhlich wurde, da kam er, um sich am Ende des Getreidehaufens hinzulegen. Da kam sie leise, deckte sein Fußende auf und legte sich hin.

David, der Ehebruch begeht und dazu noch einen Mord begeht.
2. Samuel 11, 4
Da sandte David Boten hin und ließ sie holen. Und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr. Sie hatte sich aber gerade gereinigt von ihrer Unreinheit. Und sie kehrte in ihr Haus zurück.
2. Samuel 11, 15
15 Und er schrieb in dem Brief Folgendes: Stellt Uria dahin, wo die Kampffront am härtesten ist, und zieht euch hinter ihm zurück, dass er getroffen wird und stirbt!

Gott wählte Menschen, die unseren Moralvorstellungen niemals entsprechen würden.
Doch Gott sah auf ihr Herz.
1. Samuel 16, 7
Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und auf seinen hohen Wuchs! Denn ich habe ihn verworfen. Denn der HERR sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber der HERR sieht auf das Herz.

Er sah Dinge, die fürs menschliche Auge nicht sichtbar sind.
Gott hat manche durch schwierige Situationen in ihrem Leben geschult.
Charakterschulung.
Gott hat in diesen Menschen Glauben gefunden.
Diese Menschen stehen sogar im Stammbaum Jesu.

Hoffentlich bedenken wir dies, wenn wir Menschen vor Augen haben, die nicht unseren Moralvorstellungen entsprechen.
Hoffentlich machen wir es nicht wie der Pharisäer im Tempel, der Gott dafür dankte nicht so zu sein wie sein Bruder.
Lukas 18, 9- 14 :

9 Er sprach aber auch zu einigen, die auf sich selbst vertrauten, dass sie gerecht seien, und die Übrigen verachteten, dieses Gleichnis: 10 Zwei Menschen gingen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer1 und der andere ein Zöllner. 11 Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die Übrigen der Menschen: Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. 12 Ich faste zweimal in der Woche, ich verzehnte alles, was ich erwerbe. 13 Der Zöllner aber stand weitab und wollte sogar die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig! 14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, im Gegensatz zu jenem; denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer aber sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

1. Petrus 5, 5
Dem Hochmütigen widersteht Gott. Dem Demütigen schenkt er Gnade.
1. Korinter 10, 12
Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle.

Der Gott, der die Moral erfunden hat, sieht mit anderen Augen als wir.
Lasst uns das immer bedenken, im Umgang mit Menschen deren Handlungsweise wir nicht verstehen.

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