SEK (Sonder Einsatz Kommando) Jesus! oder meine Bekehrung

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Off. 3, Vs. 20: Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.

Mein Leben mit Jesus begann 1994. Meine Tochter (damals 4 Jahre) ging zu diesem Zeitpunkt in einen Kindergarten und lernte dort zwei Mädchen kennen, mit denen sie sich anfreundete.
So kam es, dass wir „Mütter“, uns gegenseitig besuchten.
Zu diesem Zeitpunkt war ich noch mit einem gewalttätigen Mann verheiratet. Und hatte täglich, unter diversen Gewaltausbrüchen meines Mannes, zu leiden.

Ich schämte mich deswegen, und erzählte das natürlich nicht weiter.

Und wir unterhielten uns über die Bücher des Schrifttellers Jack London.

Schon beim nächsten Besuch Elkes, Anfang Januar 1995 bei mir, brachte sie mir ein Buch mit. Dieses hieß „Das Lebendige Buch“ (Hoffnung für Alle).
Ich nahm dieses Buch in die Hand und las „Neues Testament“.
Mein erster Gedanke war: „Ach du Sch….., Zeugen Jehova“ und es gingen mir mehrere Sachen in rasender Geschwindigkeit durch den Kopf. Ein Gedanke davon war, wenn du jetzt allzu unfreundlich bist, darf vielleicht Karin nicht mehr mit Bea spielen.
Dennoch fauchte ich Elke damals an: „Wenn ich mich überhaupt jemals irgendeiner Gemeinschaft anschließen würde, dann den Baptisten!“ (Denn ich wusste, dass die Baptisten keine Sekte sind).
Ich erwartete, dass jetzt als Antwort von Elke käme: „Nur bei uns ist das Heil oder so was ähnliches“ Elke jedoch antwortete: „Kein Problem, das sind auch alles meine Brüder und Schwestern“.

Damit nahm sie mir quasi den Wind aus den Segeln. Wir tranken Kaffee, dann ging sie nach Hause.
Dann geschah merkwürdiges. Wie unter Zwang „Du musst dieses Buch lesen“ begann ich im Neuen Testament zu lesen. Und an dieser Stelle muss ich bekennen, dass die Bibel schon immer eines meiner Lieblingsbücher war und ich Jesus einfach toll fand.
Nur war irgendwas anders. Das erste woran ich mich stieß, war die Stelle, in der Jesus über Ehescheidung sprach.

Ich bin sicher, dass jede geschlagene Frau, das nachvollziehen kann.

Also sprach ich Elke darauf an. Im Sinne von „…wie kann Gott wollen, dass eine Frau, die geschlagen wird, bei einem Mann bleibt?“
Dazu muss ich sagen, dass Elke eine „Engelsgeduld“ bewies. Tapfer versuchte sie mir zu antworten. Sie sei der Meinung, dass man sich trennen darf. Nun wie gesagt, es war wirklich so, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Und so stieß ich immer auf Dinge, mit denen ich Schwierigkeiten hatte.
Zum Beispiel Vergebung und Feindesliebe.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich einen tiefen Hass auf meine Oma (väterlicherseits).
Diese hatte meinen Vater schlecht behandelt Und ich gab ihr die Schuld am Tod meines Vaters, der zu diesem Zeitpunkt schon 10 Jahre tot war. Meine Oma lebte seit neun Jahren nicht mehr. Dieser Hass, ging also über den Tod hinaus.
Wie soll man gegen ein Gefühl angehen können?

Ein anderer Punkt war, dass man Jesus mehr lieben soll als seine Familie und seine Kinder. „Das geht doch gar nicht!“ sagte ich empört zu Elke. Ich war zu diesem Zeitpunkt definitiv der Meinung, dass man für Gefühle nichts kann. Und auch keinen wirklichen Einfluss darauf hat. Heute weiß ich, dass man sich durchaus entscheiden kann.

Diese Gespräche mit Elke, über das Neue Testament, fanden innerhalb eines Zeitraumes von 11 Tagen statt.

An einem Freitag war die Situation zuhause mal wieder untragbar.
Ich weiß nicht, ob du solche Situationen kennst, die immer gleich ablaufen.
Es gab einen Streit mit meinem Mann (wie so oft). Und nach erheblichen Schlägen und Beleidigungen, lief ich weinend aus dem
Haus.
Wie oft bei solchen Situationen in der Vergangenheit, immer wenn ich wieder zurück kam, war die Situation noch schlimmer.
Dieses Mal jedoch änderte sich das. Es war Freitag der 20. Januar 1995.
Da ich mich zutiefst schämte, ging ich zur nächsten Telefonzelle und rief bei der Baptistengemeinde an. Dort hob ein Mann namens Peter B. ab. Ich begann mit dem Satz: „Ich hab da mal ne Frage, wie kann es sein, dass Gott Ehescheidung verbietet, wenn der Mann seine Frau misshandelt?“

WICHTIG!
Ich nannte weder meinen Namen noch meine Adresse.
Herr B. erklärte mir, dass ich mich durchaus trennen, aber eben nicht scheiden lassen darf.
Und für alle geschlagenen Frauen, die das jetzt vielleicht lesen, sage ich: „Keine Angst, ich bin von diesem Mann inzwischen geschieden“.
Trotzig meinte ich dann: „Na dann wäre es ja besser gewesen, gar nicht erst zu heiraten!“ Peter antwortete mir: „Dann wären Sie der Hurerei schuldig geworden“. Jedenfalls sprach er mit mir. Da es ein Münztelefon war, brach irgendwann das Gespräch ab (kein Geld mehr). Und ich ging ungetröstet nach Hause. Emotional ging es mir absolut nicht besser und ich war nach wie vor extrem verzweifelt.

Zu diesem Zeitpunkt wohnten wir in einer Wohnung im 3. Stock, welche meiner Mutter gehörte.
Als ich oben die Tür aufschloss und die Wohnung betrat, überwältigte mich die Gegenwart Gottes! Es war ein strahlendes Licht im Gang und ich wusste: „Gott ist hier“. Und ich wusste, dass Peter B. gerade für mich betete. Ich stand völlig überwältigt im Gang und dachte, wenn dieser Mann jetzt zu Gott betet, ohne meinen Namen zu kennen und Gott jetzt tatsächlich hier ist, dann ist da was dran. Nein, ich bekehrte mich nicht sofort. Ich fühlte mich wie Sherlock Holmes, der auf einer Spur war.

Am nächsten Tag, Samstag dem 21. Januar, ging ich mit meinem kleinen Sohn im Buggy, zu der Baptistengemeinde hin. Dort wurde ich zuerst abgewiesen. Daraufhin bin ich zur nächsten Telefonzelle, und rief die Pastorin an. Diese bot sofort an, dass wir uns in der Gemeinde treffen. Ich ging wieder zurück. Wir sprachen lange miteinander und sie betete für mich.

Danach hatte ich ein Gefühl inneren Friedens, der mit nichts vergleichbar ist. Jedoch sagte ich so zu mir selbst: „Man kann sich auch viel einreden“. Trotzdem blieb ich dran wie der besagte Detektiv.

Sonntag, dem 22. Januar, ging ich mit beiden Kindern in den Gottesdienst. Dort geschah……. NICHTS. Ich fand den Gottesdienst ganz nett, aber im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen, war ich enttäuscht, dass so gar nichts passierte.

In diesem Gottesdienst war auch eine junge Frau, die bei der freikirchlichen Gemeinde wohnte. Diese junge Frau lud mich noch auf eine Tasse Kaffee ein. Sie selbst hatte einen kleinen Sohn, der im gleichen Alter wie mein Sohn war. Ich ging mit ihr.
Ein junger Mann kam noch dazu, der bei der Gemeinde Hilfe suchte. Vermutlich ein Drogenproblem hatte.

Die junge Frau namens Claudine kochte gerade Kaffee, als der junge Mann anfing mir Sex-Fragen zu stellen. Vielleicht kennst du das Gefühl im falschen Film zu sein. Jedenfalls dachte ich: „Wie bekloppt ist das denn hier.“ Inzwischen war der Kaffee fertig und ich setzte mich bewusst von diesem Mann weg, in einen Rattansessel.

Der jungen Frau war es sehr peinlich, dass dieser Mann mir Sexfragen stellte.
Claudine fing an, mit diesem jungen Mann an zu streiten. Ich dachte nur noch, schnell Kaffee austrinken und dann weg hier.
Da passierte es.
Von jetzt auf gleich wurde ich von OBEN mit einer Liebe durchflutet, dass jede einzelne Zelle getroffen wurde. Ich wusste, JESUS liebt mich. Und das mit einer Liebe, nach der ich mein Leben lang gesucht hatte.
DAS GENAU WAR ES!!!
Und ich wusste drei Dinge:
JESUS LEBT, DIE BIBEL IST WAHR, ICH MUSS MICH TAUFEN LASSEN!!!

Anmerkung:
Die Jahreslosung des Jahres 1995 war: „Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet werden, all ihr Enden der Erde, denn ich bin Gott und keiner sonst!“
Die Tageslosung für den 22.01.1995 war: „Und sie werden kommen von Osten und Westen und von Norden und Süden und zu Tische liegen im Reiche Gottes.“

Na wenn das nicht genau passt!

Noch eine Anmerkung:
In der Bibel steht: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir“
Bei mir hat Jesus nicht geklopft, bei mir hat er die Tür gestürmt! SEK Jesus!

Dies hab ich so erlebt. In meinem Buch  Jetzt erst Recht! erzähle ich mehr, von den Dingen die ich mit Gott erlebt habe.

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