Züchtigt der Herr, noch heute?

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Züchtigt der Herr, noch heute?
Es gab eine Zeit, in der ich ohne Gemeinde war.
Der Grund dafür, war die Flucht vor häuslicher Gewalt.
Damals ging es mir sehr schlecht, und ich war über 830 km von meiner Gemeinde entfernt.
Und an meinem neuen Wohnort fand ich erst mal keine Gemeinschaft.
Mein Vertrauen in Menschen, war (zu diesem Zeitpunkt) gänzlich zerstört.
Immer wieder, wollte ich aufstehen und mir eine Gemeinschaft suchen, aber ich hörte, in meiner Gebetszeit immer nur „Bleib auf dem Krankenbett“
Dann, nach 8 Jahren war ich in der Stadt unterwegs.
Auf dem Weg in die Altstadt komme ich immer an einem Fahrradgeschäft vorbei, dort stand ein rotes Fahrrad für 139,- Euro.
Auf dem Rückweg, hatte ich den Eindruck, dass mir Gott sagte „Geh in die Gemeinde.“
Ich wusste um welche Gemeinde es sich handelte.
Diese Gemeinde war 25- 30 Minuten von meiner Wohnung entfernt. Ich bat Gott mir ein Zeichen zu geben.
Ich bat um ein Fahrrad, das nicht mehr als 100,- Euro kostet.
Als ich wieder zu dem Fahrradladen kam, war das Fahrrad, das vorher 139,- Euro gekostet hat auf 99,- Euro reduziert.
Wow, dachte ich, ging zur Bank hob 100,- Euro ab und kaufte das Fahrrad.
Dann ging ich 2-4 Mal in die Gemeinde und blieb dann wieder zuhause.

Dann begannen auf einmal Probleme zuhause, in meiner zweiten Ehe.
Mein Mann wollte, dass ich zu einer Freundin fahre für ein paar Wochen.
Sehr verletzt und völlig verzweifelt, flehte ich Gott um Hilfe an.
Er schickte mir (da gibt es keinerlei Zweifel Carola).
Sie bot an mich aufzunehmen und o fuhr ich mit dem Zug, mit dem Quer durchs Land Ticket 630 km nach Bonn.

Im Gebet, hatte ich wahrgenommen, dass ich nur (außer natürlich meinen Kleidern) die Bibel und einen Schreibblock mitnehmen sollte und ein Stift.

Während dieser Fahrt, betete ich.
Und erwartete Trost.
Doch zuerst kam wirklich der Zorn Gottes über mich.
Er zeigte mir ALLES, was ich NICHT getan hatte, obwohl er es mir deutlich gezeigt hatte.

Das ich obwohl er mir das Fahrrad gegeben hatte, nicht in den Gottesdienst gegangen bin.
Und vieles, vieles mehr.

Noch nie hatte ich so eine Angst, aus der Gnade gefallen zu sein.
Gott zeigte mir, dass er will das ich mich komplett ändere.

Da saß ich nun, hilflos und verzweifelt. Erkennend, dass ich gar nichts tun könne um diese Änderungen meines Charakters vorzunehmen.
Absolut nichts.
In dem gleichen Augenblick begriff ich, dass es nur durch den Heiligen Geist geschieht.
Es führte mich in die vollständige (hoffe ich doch) Kapitulation.

Erst als ich an diesem Punkt war, erbarmte sich Gott und gab mir diese Bibelstelle.

Jeremia 30, 10- 17

10 Darum fürchte du dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht der HERR, und entsetze dich nicht, Israel. Denn siehe, ich will dich erretten aus fernen Landen und deine Nachkommen aus dem Lande ihrer Gefangenschaft, dass Jakob zurückkehren soll und in Frieden und Sicherheit leben, und niemand soll ihn schrecken. 11 Denn ich bin bei dir, spricht der HERR, dass ich dir helfe. Denn ich will mit allen Völkern ein Ende machen, unter die ich dich zerstreut habe; aber mit dir will ich nicht ein Ende machen. Ich will dich mit Maßen züchtigen, doch ungestraft kann ich dich nicht lassen. 12 Denn so spricht der HERR: Dein Schaden ist verzweifelt böse, und deine Wunden sind unheilbar. 13 Deine Sache führt niemand; da ist keiner, der dich verbindet, es kann dich niemand heilen. 14 Alle deine Liebhaber vergessen dich, fragen nichts nach dir. Ich habe dich geschlagen wie einen Feind mit unbarmherziger Züchtigung um deiner großen Schuld und um deiner vielen Sünden willen. 15 Was schreist du über deinen Schaden und über dein verzweifelt böses Leiden? Habe ich dir doch solches getan um deiner großen Schuld und um deiner vielen Sünden willen. 16 Doch alle, die dich gefressen haben, sollen gefressen werden, und alle, die dich geängstigt haben, sollen alle gefangen weggeführt werden; und die dich beraubt haben, sollen beraubt werden, und alle, die dich geplündert haben, sollen geplündert werden. 17 Aber dich will ich wieder gesund machen und deine Wunden heilen, spricht der HERR, weil man dich nennt: »die Verstoßene« und: »Zion, nach der niemand fragt«.

So züchtigte mich der Herr, und ich bin sehr dankbar dafür.
Er brachte mich völlig neu auf Kurs.

Als ich nach 4.5 Wochen wieder zurück nach Hause kam, hatte Gott viele Türen geöffnet.
Ich bekam direkt einen Hauskreis, und viel Gemeinschaft.
So habe ich nun eine Gemeinde, Kontakt zu einer kleinen Hausgemeinschaft, einen Hauskreis, und vieles mehr.

Das Wichtigste ist jedoch, immer und immer mehr in der Liebe und der Gemeinschaft mit Gott zu sein und zu bleiben.
So kann ich nun wirklich mehr und mehr sagen, nicht mehr ich lebe, sondern Christus in mir.

So schrieb ich das Buch „Jetzt erst Recht!“, weil Gott mir dies so auftrug in sechs Tagen, und begann zu bloggen.

Und je mehr ich SEINEN Willen tue um so mehr verwandelt er mich.

ER und nur ER gibt mir Freude die täglich zunimmt. ER und nur ER gibt mir inneren Frieden.
Mehr und mehr Liebe zu meinen Nächsten. Und er nahm mir die Angst.

Ja der Herr züchtigt auch heute noch Gott sei Dank,

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