Fatima und Nasser. Oder Respekt!

Fatima und Nasser. Oder Respekt!

Eines der aufregendsten Erlebnisse hatte ich mit Fatima.
Meine Chefin Susi bekam ein neues Projekt. Für dieses Projekt brauchte sie noch Mitarbeiter. So kam Fatima zu uns. Fatima war in einer sehr schwierigen Lage. Ihr Mann litt an einer Erbkrankheit, die zum Tode führt.
Bereits fünf Menschen seiner Familie, sein Vater und vier seiner Geschwister, waren bereits daran gestorben. Seine zu diesem Zeitpunkt noch lebende Schwester und sein Bruder hatten diese Krankheit. Inzwischen sind beide verstorben.
Aus diesem Grund musste Fatima versuchen, die Familie allein zu ernähren. Sie hatte zwei kleine Kinder, die ernährt werden mussten.
Fatima war zum Zeitpunkt unseres kennenlernens 25 und ich 35 Jahre alt. Sie sah in mir eine Gefahr. Sicher spielten auch die Kräfte des Islam eine Rolle.
Hauptsächlich wusste sie genau, dass mein Job sicher war. Dies war er, da ich mit der Chefin befreundet war.
Fatima begann mich zu verfluchen. Eines Abends während meiner Gebetszeit, zeigte mir Gott dies und er sprach zu mir: „Keine Angst, das trifft dich nicht!“. Und in einer Vision zeigte er mir Fatima und die Rituale, die sie begangen hatte. Diese Rituale waren durchweg okkult.
Am nächsten Tag ging ich wieder zur Arbeit. Dort traf ich natürlich auf Fatima.
Da wir immer eine Kaffeepause einlegten, nahm ich die Gelegenheit wahr. Ich sagte ihr auf den Kopf zu, was ich gesehen hatte und auch, dass ich wusste, dass sie mich verfluchte. Sie wurde kreidebleich.
Fatima erklärte mir, dass es nicht böse gemeint war, dass sie mich verflucht hat. Sie fragte mich, woher ich das alles weiss. Und erzählte mir, dass sie an diesem Ritual teilgenommen hat, das ich gesehen habe.
Fatima war vollkommen aus der Fassung. Erneut wollte sie von mir wissen, woher ich das alles wisse. Ich erklärte ihr, dass mir Gott dies während meiner Gebetszeit gesagt und gezeigt hatte. Fatima war sehr verwirrt. Sie war fassungslos darüber, dass ich das wusste. Und so begann sie, nach Jesus zu fragen und nach dem Glauben.
Trotz ihrer Verfluchungen, zeigte mir Gott, dass diese Familie Hilfe brauchte.
So nahm ich mich ihrer an.
Da Fatima kein Auto hatte und zwei kleine Kinder hatte, konnte sie immer nur in dem teureren Laden einkaufen gehen.
Ich bot an sie zum Einkaufen mitzunehmen.
So fuhren wir einmal in der Woche, für einen Wocheneinkauf zum LIDL.
Ihren Mann Nasser lernte ich auch kennen.
Fatima erklärte mir einige Respektregeln aus ihrem Land.
Es war zum Beispiel Brauch, dass wenn der Mann das Zimmer verließ die Frau aufsteht.
Auch wenn er den Raum wieder betritt.
Nasser sagte mir, ich müsse mich daran nicht halten.
Und doch tat ich es, um ihm meine Freundschaft und meinen Respekt als Mensch zu zeigen.
Er freute sich sehr und strahlte wenn er mich sah.
Er erlaubte Fatima, mit in den Gottesdienst und zu einem Frauengebetskreis mitzukommen.
Zu diesem Zeitpunkt litt sie schon seit Jahren an Angstzuständen. Sie konnte weder in der Dämmerung, noch im Dunkeln allein nach Hause gehen oder das Haus verlassen. Ich erklärte ihr, dass wir dafür beten können. Gott zeigte uns klar, dass Mächte in ihr waren, die sie da „anketteten“.
Ein Befreiungsgebet betet man niemals alleine.
Ich rief meine Seelsorgerin J. an und wir vereinbarten einen Termin. Um Vertrauen zwischen Fatima und J. aufzubauen, saßen wir an meinem Küchentisch und sprachen allgemein über den Glauben.
Wir stellten Fatima die Frage, ob sie ein Befreiungsgebet will. Fatima sagte: „Ja“. Nach ihrem JA begannen die bösen Mächte aus ihr zu sprechen. Überwiegend griffen sie verbal die Seelsorgerin an.
Dazu will ich erwähnen, dass die Seelsorgerin selbst 12 Jahre lang unter Depressionen litt. Jesus hatte sie wenige Jahre zuvor komplett befreit.
Das alles wusste Fatima nicht. Denn sie sah die Seelsorgerin zum ersten Mal. Aber die Mächte in ihr wussten dies. Sie sprachen nun durch Fatima. Sie sagten, dass sie auch J. schon besetzt gehabt hatten und sie gut kennen. Sie wussten tatsächlich Details, die Fatima nicht wissen konnte.
Ich gebe offen zu, dass ich im ersten Moment Angst hatte und am liebsten davongelaufen wäre. Doch mir wurde klar, dass Jesus Sieger ist.
J. befahl den Mächten zu schweigen. Wir beteten und sprachen in Vollmacht, dass „die Mächte“ gehen sollen. Fatima wurde von einigen Mächten frei!
Es gab noch andere Gebundenheiten in ihrem Leben.
Wir konnten aus Zeitmangel, so profan das jetzt klingt, nicht weiter beten. Von diesem Tag an konnte Fatima sowohl in der Dämmerung als auch im Dunkeln ihre Wohnung verlassen, spazieren gehen oder einkaufen. Sie war überwältigt.
Sie traf ihre Entscheidung für Christus und ließ sich später taufen.

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