Wie Angst verschwindet

Wie Angst verschwindet
Es brennt mir heute so auf dem Herzen, dass was ich mit Gott, in Puncto Angst und Vertrauen, erlebt habe erneut zu teilen.

Dazu muss ich noch einmal tief in die Vergangenheit zurückgehen.

In meiner Familie gab es eine Schilddrüsenerkrankung, was bedeutet dass wir kalte und heiße Knoten und Zysten hatten die sich ausbreiteten und zu einem Kropf führten.
Kalte Knoten können bösartig sein und aus diesem Grund musste ich mit 17 Jahren operiert werden.
Mein Vater der in den 70iger Jahren daran operiert wurde, ließ diese Operation in der Stadt machen in der wir damals wohnten, bei der Operation meines Vaters wurde das eine Stimmband durchgeschnitten und das andere Stimmband wurde schwer verletzt. Dies hatte zur Folge, dass mein Vater jahrelang zur Logopädin gehen musste.
Er klang ab da, auch immer heiser.
Grund genug also für mich Angst zu haben.

Es half ja aber alles nichts, ich musste operiert werden.
Wir, eigentlich meine Eltern, entschieden jedoch diese Operation in einer anderen Stadt in einem „besserem“ Krankenhaus vornehmen zu lassen.

Also wurde ich operiert.
Allerdings wurde ich nach dem Aufwachen nicht auf einer Wachstation 24 Stunden überwacht, sondern wurde direkt ins Patientenzimmer geschoben.
Abends dann, nach 22:00 Uhr bekam ich innere Blutungen und diese drückten mir die Luft ab, ich konnte nicht mehr atmen und es war als wenn man mir die Kehle zudrückte.
Meine Bettnachbarin hörte mein Röcheln und drückte den Alarmknopf, so wurde ich nachts erneut operiert.

Danach ging es mir wirklich um einiges besser, das Ziehen der Drainage war nicht schmerzhaft, das Ziehen des Fadens jedoch sehr.
Eine meiner Venen ist seitdem kaputt, weil eine der Krankenschwestern diese zerstochen hat.

Alles in allem hatte ich danach lange Schmerzen und es dauerte sehr lange bis ich den Kopf wieder gerade halten konnte. Viele Monate konnte ich nur im Sitzen schlafen.
Im Sport waren sämtliche Mattenübungen bei denen man sich flach hinlegen muss tabu, einfach nicht mehr möglich.

Natürlich bekam ich Schilddrüsentabletten und wurde auch regelmäßig untersucht doch trotz all dem kamen die Knoten wieder.

Als ich 25 war, war der Kropf wieder da, doch ich war dermaßen traumatisiert, dass ich mich weigerte auch nur den Arzt aufzusuchen.

Als ich nun Christ wurde, ging ich in eine Gemeinde, in die auch Ärzte gingen.
Natürlich wurde für mich gebetet und die Ärzte versuchten mich zumindest zu einer Untersuchung zu „überreden“.
Diese Ärzte waren da auch recht hartnäckig. Ich hatte aber wirklich Panik und das trotz meines Glaubens.
Nun schaffte es ein Arzt mich tatsächlich, nach 1000endfacher Versicherung, dass mir dort nichts geschieht was Schmerzen bereitet und auch sonst nichts was ich nicht will, zu einer Untersuchung zu überreden Der Facharzt verstand meine Ängste und meinte, dass man die Knoten im Auge behalten müsse aber aus medizinischer Sicht kein akuter Operationsbedarf bestünde.
Auf dieser Aussage ruhte ich mich die nächsten 20 Jahre aus.

Natürlich brachten wir (die Gemeinde und ich) dies immer wieder vor Gott und ich ließ auch immer für mich beten, doch geschah sichtbar erstmal nichts.
Mein Kropf wuchs und wuchs.

2010 nach einer Reha, sagte mir eine Ärztin, dass ich dringend zum Facharzt müsse und dass ich sterben werde weil mir die Knoten die Luftröhre zerdrücken werden.
Ich selbst hatte schon festgestellt, dass ich immer schwerer schlucken konnte. Doch allein die Vorstellung zu einer Untersuchung zu gehen verursachte bei mir einen Nervenzusammenbruch mit den dazugehörenden Panikattacken.

2014 nun musste mein Mann operiert werden und die Ärzte die ihn zuvor untersuchten, sahen mich an und bevor sie meinen Mann untersuchten sprachen sie mit mir wegen der Behandlung meines Kropfes.

Als mein Mann, dann im Krankenhaus lag, machte mir Gott klar, dass Zeugnis für ihn aufzuschreiben als Buch aber kurz darauf auch, dass er wolle, dass ich zur Untersuchung ginge.

Mir war klar, dass die Untersuchung zur Operation führen würde und ich gebe offen zu, dass ich extreme Angst hatte.
Aber ich nahm den Telefonhörer ab und rief beim Facharzt für einen Termin an.
Ich ging zur Untersuchung und willigte in die Re-Operation ein.
Der Operateur hatte mir versichert, dass ich (wie jeder Schilddrüsenpatient in dieser Klinik) danach auf eine Wachstation käme und dort 24 Stunden überwacht würde.

Trotz all dieser Sicherheitsvorkehrungen, hatte ich zuerst extreme Angst. Ich ging davon aus, dass mich der Herr heimholen würde. Dennoch erkannte ich, dass ich jetzt entscheiden kann trotz dieser Befürchtung mein Leben und auch diese Operation in Gottes Hände zu legen in der Gewissheit, dass SEIN Plan für mich gut und vollkommen ist.

Und während ich die Entscheidung traf in dieser Angelegenheit Gott vollends zu vertrauen, wich die Angst und ich wurde frei.
Wirklich frei.
Also ging ich angstfrei ins Krankenhaus, wurde operiert, hatte so gut wie überhaupt keine Schmerzen (eigentlich keine), dass Drainage ziehen tat auch nicht weh und dann geschah noch ein Wunder.

Als ich hier in der Stadt in der ich wohne zum Fäden ziehen ging, war kein Faden mehr vorhanden.
Mein Hausarzt war verwirrt. Das Krankenhaus war verwirrt (wir haben ja nachgefragt) und ich war überglücklich, denn während eines Gebets hatte Gott einer Glaubensschwester gesagt, dass er selbst den Faden ziehen würde und genau das hat er getan.

Gott hätte locker mir meinen Kropf nehmen können, aber ich sags offen, ich finde den Weg, den er in dieser Sache mit mir ging um so vieles besser.
Ich durfte lernen, dass die Liebe die ich zu Gott habe und vor allem er zu mir die Angst vertreibt.

Wo auch immer du stehst und welche Ängste dich auch immer plagen mögen, vertrau Gott, verbringe Zeit mit ihm und seinem Wort, lass zu, dass die Angst von ihm weg geliebt wird.

Gottes reichen Segen, in Jesu Namen Amen

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