Der Unterschied

Heute möchte ich einige Bibelstellen und deren Zusammenhang mit euch teilen.

Beginnen möchte ich mit dem Bilden eines kleinen Lynchmobs, der in der Bibel beschrieben ist.

Johannes 8,
2 Frühmorgens aber kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie.
3 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer1 aber bringen eine Frau, die beim Ehebruch ergriffen worden war, und stellen sie in die Mitte
4 und sagen zu ihm: Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden.
5 In dem Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Du nun, was sagst du?
6 Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen, damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
7 Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.
8 Und wieder bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde.
9 Als sie aber dies hörten, gingen sie, einer nach dem anderen, hinaus, angefangen von den Älteren; und er wurde allein gelassen mit der Frau, die in der Mitte stand.
10 Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: Frau, wo sind sie? Hat niemand dich verurteilt?
11 Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!

Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.

Wie wir wissen, warf keiner den ersten Stein.

Die nächste Bibelstelle, die ich mit euch teilen möchte bezieht sich auf „Selbstgerechtigkeit.

Lukas 18,
9 Er sprach aber auch zu einigen, die auf sich selbst vertrauten, dass sie gerecht seien, und die Übrigen verachteten, dieses Gleichnis:
10 Zwei Menschen gingen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer1 und der andere ein Zöllner.
11 Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die Übrigen der Menschen: Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner.
12 Ich faste zweimal in der Woche, ich verzehnte alles, was ich erwerbe.
13 Der Zöllner aber stand weitab und wollte sogar die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig!
14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, im Gegensatz zu jenem; denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer aber sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

Die nächste Bibelstelle bezieht sich auf die Sicht der Schuld des Anderen.

Lukas 6,
36 Seid nun barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!
37 Und richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden; und verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden. Lasst los, und ihr werdet losgelassen werden.
38 Gebt, und es wird euch gegeben werden: ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn mit demselben Maß, mit dem ihr messt, wird euch wieder gemessen werden.
39 Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen: Kann etwa ein Blinder einen Blinden leiten? Werden nicht beide in eine Grube fallen?
40 Ein Jünger ist nicht über dem Lehrer; jeder aber, der vollendet10 ist, wird sein wie sein Lehrer.
41 Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber, der in deinem eigenen Auge ist, nimmst du nicht wahr?
42 Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, erlaube, ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge ist, während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge! Und dann wirst du klar sehen, um den Splitter herauszuziehen, der in deines Bruders Auge ist.
43 Denn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht bringt, auch wieder keinen faulen Baum, der gute Frucht bringt;

Der Zusammenhang zwischen diesen Bibelstellen:

Bei all diesen Geschehnissen und Gleichnissen ging es um die „Selbstgerechtigkeit“ und sichtbar machen der „eigenen“ Schuld.
Dies könnte ich noch endlos ausführen, aber ich möchte hier einfach zeigen, dass keiner nicht ein einziger Mensch ohne Schuld ist.
Doch wie schnell maßen wir uns an, zu richten oder zu spotten.
Und verlassen die Barmherzigkeit und die Liebe.

Ich möchte noch eine Bibelstelle mit euch teilen um einen sehr wichtigen Unterschied in solchem Verhalten aufzuzeigen.

Lukas 23,
39 Einer der gehenkten Übeltäter aber lästerte ihn: Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns!
40 Der andere aber antwortete und wies ihn zurecht und sprach: Auch du fürchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist?
41 Und wir zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan.
42 Und er sprach: Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst!
43 Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

Zwei Männer wurden mit Jesus gekreuzigt.
Beides Verbrecher doch nur einer von ihnen, bekennt sich schuldig.
Dieser Eine, erkennt welch großer Sünder er ist und dass er die Strafe zu Recht erleidet.
Und gerade dieser Sünder, denkt NICHT an sich selbst.
Er verteidigt trotz erheblicher Schmerzen Christus.

Und Christus vergibt ihm und spricht ihm Erlösung zu.

Wo stehen wir?
Ist es uns bewusst, dass wir immer noch sündigen?
Ist es uns klar, dass wir keinen Grund haben „Selbstgerecht“ zu sein?

In dieser Zeit wo sich immer mehr Mobs die zu Lynchjustiz aufrufen wollen.
In der Menschen, die sich „Christen“ nennen unbarmherzig sind und meinen sie seien die „gerechteren“ Menschen, möchte ich diese Bibelstellen einfach mal als Anstoß weitergeben.

Ich wünsche Euch, Gottes reichen Segen.
Im Namen Jesu, Amen

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