Was passiert wenn man…..

auf dem Weg zum Ehrenamt, nicht einen Tag vorher nach den Zugverbindungen schaut?

Nun ich durfte mit dem Schienenersatzverkehr fahren.

Zuerst habe ich mich (ich gebs ja zu) mich sehr geärgert. Dann aber sah ich die Schönheit der vielen kleinen Dörfer die auf dem Weg lagen.

Die Sonne schien und es war ein herrlicher Tag.

Es machte nichts, dass ich anstatt drei Stunden knapp fünf Stunden unterwegs war.

Ein Fahrdienst der mich in Pasewalk abholte wurde vom Vorsitzenden der EMG e.V. (Europäische Missionsgemeinschaft e.V.) schnell gefunden.

Nun bin ich wieder hier und habe gerade mal kurz Zeit einige meiner Erlebnisse mit euch zu teilen.

Der Tag beginnt morgens um 6:00 Uhr (da klingelt mein Wecker) und schon gehts ins Bad.

Danach ist immer eine kleine Andacht mit Bibellese und darüber reden. 

Es ist wirklich wunderbar, den Tag mit dem Wort Gottes zu beginnen. Dann wird gefrühstückt und ab ins (in meinem Fall) Büro.

Wir arbeiten bis spät abends (manche würden sogar nachts sagen).

Gestern kamen wir erst gegen Mitternacht aus dem Büro.

Gegen 00:20 Uhr waren wir dann „zuhause“, dann hab ich schnell noch eine Tütensuppe gegessen, dann schnell schlafen, denn der Wecker klingelt wieder um 6:00 Uhr.

Leider leide ich derzeit unter Zahnschmerzen, was aber auch daran liegt, dass bei mir örtliche Betäubungsmittel oftmals unwirksam sind.

Das bedeutet für mich jetzt konkret erstmal einen Arzt oder Klinik suchen die mich mit Analgosedierung oder Narkose behandeln können.

Doch ungetrübt dessen freue ich mich über meine Arbeit für Jesus Christus.

Ich bin dankbar für jeden Tag und für alles was mir der Tag bringt.

Ich fühle mich reich beschenkt, denn jeden Menschen den ich hier treffe bereichert mein Leben.

Während meiner Arbeit habe ich einen großen Einblick in all die Projekte die, die EMG unterstützt.

Wie viele von Euch bereits wissen, sind die misshandelten und gefolterten Frauen mir ein großes Herzens-Anliegen, doch auch die Unterstützung der Waisenkinder vor Ort ist mir ein großes Anliegen.

Aus diesem Grund bin ich froh und dankbar, dass die EMG auch diesen Kindern, Hilfe zuteil kommen lässt.

Hier ein paar aktuelle Fotos von den betroffenen Waisen.

Das Leid und das Grauen, dass diese Kinder erleben mussten, können wir uns kaum vorstellen.

Seit dem Mitte April  ringe ich damit eines der Dinge die mir unser kurdischer Kontaktmann erzählt hat nieder zuschreiben und hoffe, dass es mir bald gelingt.

Wer diese Arbeit gern unterstützen möchte, den bitte ich doch zu spenden.

Wer gern die Rehabilitation befreiter Mädchen und Frauen aus IS-Gefangenschaft fördern möchte darf dies gern unter dem Verwendungszweck: PJ 2016-007 tun

Wer das Projekt für die Waisenkinder im Nord-Irak unterstützen möchte darf dies gern unter der PJ 2016-018 tun.

Spendenkonto der Europäischen Missionsgemeinschaft e.V.:

Sparkasse Uecker-Randow

Konto: 342 000 1818
BLZ: 150 504 00
IBAN: DE 14 1505 0400 3420 001818
BIC: NOLADE 21 PSW

Sollte sich jemand fragen, wie ich überhaupt hierher komme, so möchte ich kurz sagen, dass mir die EMG von 2005-2010 sehr beistand.

Ich selbst wurde misshandelt und jahrelang „gefoltert“ und auch vergewaltigt.

Nicht vom IS sondern von meinem damaligen Ehemann.

Im Jahr 2005, brach ich zusammen und floh von Rheinland Pfalz nach Mecklenburg-Vorpommern.

Der Vorsitzende fuhr mit mir 900 km zu Gerichtsverhandlungen und stand mir sehr bei.

Immer wenn sich Menschen an mich wandten die völlig verzweifelt waren, brachte ich sie zur EMG. 

Dieses Jahr im Februar und als ich eine Frau hierher brachte, hatte ich den Eindruck hier helfen zu sollen. Seitdem fahre ich regelmäßig hier bleibe 1,5 – drei Wochen und fahre dann wieder zu meinem Mann nach Hause.

Auch hier bin ich sehr dankbar, dass mein (heutiger) Ehemann, damit einverstanden ist.

Ich möchte heute mit den Bibelworten enden:

Jakobus 1, 27 Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott und dem Vater ist dieser: Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen, sich selbst von der Welt unbefleckt zu erhalten

 

Gottes reichen Segen wünscht Euch

Eure Daniela Gaudek

 

 

 

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7 thoughts on “Was passiert wenn man…..

  1. Liebe Daniela,
    hab Dank,dass Du uns teilhaben lässt an Deinen Aktivitäten und auch an Deinen Gedanken !!
    Magst bzw. darfst Du uns verraten,wo die Kinder,die man auf den Bildern sieht,sich heute befinden ??
    Wie Du weißt,arbeite ich ja auch in einer Notunterkunft,die aber Ende Juni geschlossen wird,und spiele mit dem Gedanken,danach ganz zuhause zu bleiben ( besonders wegen meinem Mann,der seit fast 12 Jahren krank ist ) und überlege,einem solchen Kind einen Pflegeplatz hier zu ermöglichen ( falls das in meinem „hohen“ Alter von 55 Jahren überhaupt gestattet ist….) ; das ist aber erstmal ein spontaner Gedanke,der noch nicht komplett durchdacht ist,dazu fehlen mir ja auch jede Menge Infos ,und ich weiß halt auch nicht,welche Bedingungen man erfüllen muss.Das waren jetzt erstmal „nur“ meine Herzens“gedanken“………….sei ganz lieb gegrüßt und umarmt,liebe Schwester !! ❤

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    1. Liebe Renate, die Kinder befinden sich weiterhin im Nord-Irak, dort werden sie betreut und auch versorgt. Ich verstehe dich, auch mir blutet das Herz wenn ich diese Augen sehe. Leider kannst du keines dieser Kinder zu dir nehmen, wegen verschiedener Mißbrauchsgeschichten, die weltweit durch die Medien gingen, sind Adoptionen aus Fremdländern fast überall verboten worden, um Menschenhandel zu erschweren. Deshalb funktionieren Waisenprojekte praktisch nur noch in den Heimatländern der Kinder. Unser konkretes Anliegen sind Voll und Halbwaisen die in Flüchtlingslagern leben und deren Eltern durch den IS umgebracht wurden.

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  2. Danke für Deine schnelle Antwort,liebe Daniela ! Ich werde mich mal hier vor Ort erkundigen,sicher gibt es auch hier in der Nähe in Flüchtlingslagern Waisenkinder.Du hast mir echt heute Abend sehr gute Gedankenanstösse gegeben…….ich danke Dir !!

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    1. Es gibt auf jeden Fall unbegleitete Minderjährige unter den Flüchtlingen. Ich bin sehr dankbar, dass Du da helfen möchtest. Auch Patenschaften sind zu empfehlen, bedeutet eine Familie regelmäßig zu besuchen und diese auch einzuladen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, was zu tun. Wir haben ja hier auch geflüchtete Menschen, die hier Schutz fanden und Frank fährt oft quer durch Deutschland um Familien bei Gericht beizustehen. Zur Zeit scheint leider eine „Abschiebewelle“ gegen Menschen aus Afghanistan auf uns zu zu rollen. Doch gerade diese Menschen brauchen besonderen Schutz. Die Taliban ist genauso schlimm wie der IS. Ich danke Dir für Deine Fragen und stehe auch weiter immer gern für Fragen zur Verfügung.
      Sei gesegnet liebe Renate.

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