Barmherzigkeit

Ginge es bei der Nachfolge um Dein oder mein Wohlbefinden, ja dann hätten viele wirklichen Grund so ablehnend Menschen gegenüber zu sein, die sich hierher flüchten z. B. Frauen und Mädchen die schon als Kinder verheiratet wurden.
Wozu sollte ich auch meine Zeit opfern, da genieße ich doch besser das bisschen Freizeit das ich habe.

Es geht aber NICHT um das Wohlbefinden und um Party feiern. Es geht NICHT ums Hände heben und mal einen anständigen Lobpreis zu machen, bei dem alle sowas von verklärten und guten Gefühlen entwickeln.

Denn es geht überhaupt NICHT um unsere Gefühle.

Es geht um Liebe und Barmherzigkeit.

All  unser Hände heben, knien und Hände falten – Sonntags- zu Heilungsevents- zu Konferenzen – nützt NICHTS, wenn es darauf beschränkt bleibt.

Wenn uns die Liebe und Barmherzigkeit fehlt sind wir nur ein tönernes Erz.

Wissen wir denn nicht, dass Nachfolge auch die Bereitschaft der Charakteränderung und des Lebensstils bedeutet? Das Sterben des Egoismus-es.  Eben weil der Mensch NICHT gut ist?

Auszug aus 1. Mose 8, (Mittelteil) 21

denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.

 

„Wer sein Leben behalten will, der wird es verlieren.“ sagt Jesus in Lukas 9, 24 und Matthäus 16, 25

Im Kontext: Lukas 9

23 Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. 24 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s erhalten. 25 Und welchen Nutzen hätte der Mensch, ob er die ganze Welt gewönne, und verlöre sich selbst oder beschädigte sich selbst?…

Bei der Nachfolge geht es nicht um UNSER Wohlbefinden, wäre das so dann gäbe es keine Märtyrer und dann wären weder die Jünger noch viele andere Nachfolger eines grausamen Todes gestorben.

Die Jünger und viele die durch sie zum Glauben kamen wussten dies, es ist und war nie ein Geheimnis, dass Nachfolger um ihres Glaubens willen verfolgt werden.

Was ist los? Wir schreien nach Erweckung.

Erweckung beginnt und begann aber immer nur dann wenn die Gemeinde Buße tat und umkehrte, oft unter Tränen.

Erweckung beginnt in jedem Einzelnen von uns.

Erweckung bedeutet Hingabe- ALLES IHM HINGEBEN

Das bedeutet Verlust der Sicherheit/en

Durch die ganze Bibel hindurch lesen wir davon, manche Menschen gingen nach der Aufforderung Gottes los z. B. Abraham.

Doch Abraham war ein barmherziger Mann, er versuchte Menschenleben zu retten. 1. Mose 26 – 33

Andere wurden durch Gewalt weggebracht, z. B. Josef. Doch Josef wurde zu einem barmherzigen Mann, der trotz der seinen Brüdern vergab. 1. Mose Kapitel 37 – 50

Sie verließen ihr Haus, ihr Land.

Natürlich gab es auch Menschen die in ihren Städten blieben um dort Gemeinde zu bauen. Aber auch da lesen wir von der Aufgabe ihrer Sicherheiten. Sie verkauften alles und teilten das miteinander – lebten in größerer Gemeinschaft.

Weg vom ICH – hin zum WIR

Weg von der Eigensucht – Hin zur Nächstenliebe und Barmherzigkeit.

Und das inmitten Andersgläubiger und Verfolgung.

Uns hier in Deutschland geht es gut, wir werden NICHT verfolgt, wir sind reich.

Selbst der Ärmste hier kann sich ohne Kosten medizinisch versorgen lassen. Jeder kann sich Essen kaufen und würden die Menschen eine Bereitschaft zum teilen haben, hätte jeder genügend zu essen.
Und das Kümmern um die Armen wäre nicht der Job unserer Politiker, jedenfalls nicht allein, es wäre der Job der Gemeinde Jesu, unser aller Job also.

Was sagt uns Gott zu dem Umgang mit anderen Menschen?

Mt. 22,39 

Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Mk. 12,31 

Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Lk.  10,27 

Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.

2. Mo 22,20 
Einen Fremdling sollst du nicht bedrücken und bedrängen; denn ihr seid auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen.
2. Mo 23,9 
Einen Fremdling sollst du nicht bedrängen; denn ihr wisst um der Fremdlinge Herz, weil ihr auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen seid.
3. Mo 19,33 
Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken.
3. Mo 23,22 
Wenn ihr aber die Ernte eures Landes einbringt, sollt ihr nicht alles bis an die Ecken des Feldes abschneiden, auch nicht Nachlese halten, sondern sollt es den Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der Herr, euer Gott.
3. Mo 25,35 
Wenn dein Bruder neben dir verarmt und sich nicht mehr halten kann, so sollst du dich seiner annehmen wie eines Fremdlings oder Beisassen, dass er neben dir leben könne;
4. Mo 15,15 
Für die ganze Gemeinde gelte nur eine Satzung, für euch wie auch für die Fremdlinge. Eine ewige Satzung soll das sein für eure Nachkommen, dass vor dem Herrn der Fremdling sei wie ihr.
5. Mo 10,18 
und schafft Recht den Waisen und Witwen und hat die Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gibt.
5. Mo 23,8 
Den Edomiter sollst du nicht verabscheuen; er ist dein Bruder. Den Ägypter sollst du auch nicht verabscheuen; denn du bist ein Fremdling in seinem Lande gewesen.
5. Mo 26,13 
Und du sollst sprechen vor dem Herrn, deinem Gott: Ich hab aus meinem Hause gebracht, was geheiligt ist, und hab’s gegeben den Leviten, den Fremdlingen, den Waisen und den Witwen ganz nach deinem Gebot, das du mir geboten hast. Ich habe deine Gebote nicht übertreten noch vergessen.

 

Jer 22,3 

So spricht der Herr: Schafft Recht und Gerechtigkeit und errettet den Beraubten von des Frevlers Hand und bedrängt nicht die Fremdlinge, Waisen undWitwen und tut niemand Gewalt an und vergießt kein unschuldiges Blut an dieser Stätte.

Mal 3,5 
Und ich will zu euch kommen zum Gericht und will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer, Ehebrecher, Meineidigen und gegen die, die Gewalt und Unrecht tun den Tagelöhnern, Witwen und Waisen und die den Fremdling drücken und mich nicht fürchten, spricht der Herr Zebaoth.
Mk 12,40 
sie fressen die Häuser der Witwen und verrichten zum Schein lange Gebete. Die werden ein umso härteres Urteil empfangen.
3. Mo 19,18 
Du sollst dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der Herr.
Röm. 13,9 
Denn was da gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Jak 2,8 
Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst«, so tut ihr recht;
Jak 2, 14 – 17
14 Was hilft’s, Brüder und Schwestern, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen?
15 Wenn ein Bruder oder eine Schwester nackt ist und Mangel hat an täglicher Nahrung
16 und jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat – was hilft ihnen das?
17 So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.
Jak 1, 27
27 Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.
Epheser 4, 22
22 Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet.
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn
24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
25 Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil wir untereinander Glieder sind.
Darum liebe Geschwister geht es nicht um unser Wohlbefinden, sondern darum Barmherzigkeit zu leben.
Gottes reichen Segen wünsche ich Euch
Daniela

 

 

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